Gemütlicher Reisetag nach Vientiane

Schon wieder war es am 3.Dezember soweit weiterzuziehen. Die Tage vergehen hier sehr schnell. Unsere Reise ging weiter in die Hauptstadt Vientiane. Bevor wir mit dem Minibus abgeholt wurden, genossen wir nochmals ein feines Frühstück bei unserem Lieblings-Pancakes Verkäufer.

Im bequemen, vollen Minibus ging die Fahrt durchs grüne gemütlich voran. Die meiste Zeit schliefen wir oder schauten aus dem Fenster. Wir kamen am Ufer eines grossen Sees vorbei, der sehr schön aussah. Wieder wurde ein kurzer Stopp bei einem kleinen Restaurant auf dem Land gemacht. Dort konnten wir ein Mittagessen zu uns nehmen und etwas trinken. Dabei sahen wir einer jungen Katze zu, wie sie etwas zu Essen suchte. Viele der Katzen und auch Hunde in Laos haben nicht mehr den ganzen Schwanz, aber das kleine Kätzchen war noch unversehrt. Die Toiletten-Erfahrung war hier etwas angenehmer als gewohnt, man musste zwar, wie üblich, einen kleinen Betrag bezahlen, doch die Toilette hier war sehr sauber und man bekam sogar etwas WC Papier. Sonst muss man meistens schauen, dass man selber etwas dabei hat. Oft sind es auch Stehtoiletten.

Die Fahrt bis Vientiane dauerte nun noch ca. eineinhalb Stunden. Als wir an grösseren Dörfer vorbei fuhren wussten wir, dass wir die Stadt bald erreichen würden. Im Zentrum von Vientiane endete die gesamthaft etwa dreistündige Fahrt. Zu Fuss ging es nun in Richtung unseres Hotels. Diese befand sich in der Nähe des Mekong Flusses neben einer Baustelle. Mit unserem ersten Zimmer waren wir alles andere als zufrieden. Es handelte sich um eine komisch riechende, fensterlose Abstellkammer. Sie boten uns jedoch kurze Zeit später ein kleines, schönes Zimmer mit Fenster an. Die Wände waren mit Zeichnungen verziert und die Vorhänge erinnerten an ein Kinderzimmer. Dieses war erst noch etwas günstiger. Einziger Minuspunkt, wir hatten kein eigenes Badezimmer mehr. Aber die Sanitäranalgen waren alle sehr sauber.

Am Nachmittag, nach einer Ruhepause, zogen wir los, um uns ein Bild von der Stadt zu machen und bereits für unsere Weiterreise ein geeignetes Transportmittel zu finden. Wir liefen durch eher ruhige Strassen. Immer wieder witzig in Laos: die Läden sind zwar mit Öffnungszeiten beschriftet, aber das bedeutet noch lange nicht, dass sie dann wirklich zu diesen Zeiten geöffnet haben. Die Luft hier war nicht mehr so frisch wie in Vang Vieng und teilweise roch es doch sehr streng.

Innert kürzester Zeit, als es langsam dunkel wurde, war entlang der Uferstrasse des Mekongs ein grosser Markt aufgebaut worden. Von unserem Hotelzimmer konnten wir schön darauf blicken und das Geschehen beobachten. Die vielen roten Pavillons boten vor allem ein riesen Angebot an Kleidern, Schuhen, Elektronik, Bildern und weiteren Artikeln an. Essstände gab es nur wenige. Der Markt war voller Leute und die Hauptstrasse daneben diente nun als Roller-Parkplatz. Gemütlich schlenderten wir durch das bunte Treiben, als einige Stände sich noch in Aufbau befanden.

Im Norden der Stadt besuchten wir danach den kleinen Ess-Nachtmarkt, wo wir uns etwas zu Essen kaufen wollten. Hier in Vientiane ist dieser eher klein, es werden vor allem Grillspezialitäten angeboten. Tische zum Sitzen gibt es hier keine, denn die Idee ist wohl eher, dass die Leute hier ihr Essen kaufen und dann zuhause verspeisen. Gewisse Gerichte sind wohl auch gedacht, dass man diese noch aufwärmt. Touristen sieht man hier kaum. Dies merkte man auch daran, dass die Laoten hier kaum ein Wort Englisch verstehen und alles nur in ihrer Sprache angeschrieben war. Wir fanden trotzdem etwas zu Essen. Etwas was wir bisher in Laos noch nicht gesehen hatten, hier wird das Stiky-Rice an Spiesse geklebt, mit einer leicht scharfen Sauce angestrichen und grilliert. Dies war sehr lecker. Da André noch etwas Hunger hatte, setzten wir uns, wieder beim Markt am Mekong Ufer, bei den Tischen eines Esswagens hin und assen eine fer-Suppe mit Reissnudeln, eine weitere laotische Spezialität. In der Suppe hatte es noch Stücke von Blut darin, was übrigens in Südostasien üblich ist. Es schmeckte nach nicht viel, fühlte sich aber beim Essen eher gummig an, weshalb wir es dann schön aussortierten. In Laos, aber auch in Thailand wird das Blut nicht verschwendet, sondern als Delikatesse vor allem in Suppen und Currys verzehrt. Auch die Organe eines geschlachteten Tieres werden nicht verschwendet. Alles wir aufgegessen, inkl. Därme, Kopf, Herz und whs. auch dem Gehirn.

Da ich heute nicht so fit war, kehrten wir schon früh wieder zum Hotel zurück und liessen den Abend gemütlich im Hotelzimmer zu Ende gehen.

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