Action in Vang Vieng

Der Wecker klingelte und beim Aufstehen fühlte ich den leichten Muskelkater in den Beinen von den Kletter- und Wanderaktionen gestern. Für heute Samstag den 03.12, hatten wir eine organisierte Tages-Tour gebucht. Bevor wir jedoch abgeholt wurden, gingen wir zu unseren Lieblings-Stand Pancakes essen. Mit einem hinten offenen, gedeckten Transporter wurden wir dann abgeholt. Die Kajaks, mit welchen wir den Nam Song hinunter paddeln würden, waren alle bereits auf das Dach geladen. Nach einer etwa 20minütigen Fahrt erreichten wir unsere Einwasserungsstelle. Wir waren neben 3 Franzosen und 3 Thailändern in einer grossen Gruppe mit vielen Koreanern. Alle erhielten Schwimmwesten, einen Plastik-Bändel, zum Fixieren der Sonnenbrille, einen Wasserdichten Sack (wir hatten unseren eigenen dabei) und eine kurze Einführung zum Gebrauch des Paddels. Dann ging das Abendteuer in den Zweier-Kajaks los. Ich sass vorne und André war hinten. Nach anfänglichen Missverständnissen hatten wir unser Kajak schnell im Griff. Gemütlich fuhren wir den Fluss runter. An den meisten Stellen war der Nam Song nicht einmal einen Meter tief und wenn es über etwas „wildere“ Stellen ging, kam es vor, dass man bei den Steinen kurz stecken blieb, oder sie zumindest touchierte. Unsere Guides waren sehr hinterlistig und spritzen einem immer an, wenn man ihren Kajaks zu nahe kam. Dies beliessen wir natürlich nicht auf sich Ruhen und so ergaben sich manchmal wilde Wasserschlachten. Besonders gegen die Asiaten war es ein leichtes aus diesen Schlachten als Sieger hervor zu gehen. Die Franzosen waren dagegen etwas hartnäckigere Gegner. Es war sehr warm in der Sonne und so war die Abkühlung eine Wohltat. Mit der Zeit waren wir zwei so geübt, dass wir uns an die anderen anpirschten, sie anspritzen und meistens schnell genug wieder verschwinden konnten.

Nach etwa einer Stunde gemütlicher Fahrt, erreichten wir den Anlegeplatz, wo wir unser Mittagessen einnehmen würden. Zuerst ging es aber noch zum Tubing und Caving. In alten Schlauch aus einem LKW-Pneu hängend, zogen wir uns an einem Seil durchs Wasser ins Innere der Höhle. Jeder war mit einer Stirnlampe ausgerüstet worden. Die Strecke durchs Wasser war nicht sehr lange und so ging es bald zu Fuss weiter. Trotz den nassen kurzen Kleidern die wir trugen, war es in der Höhle nicht so kalt wie erwartet. Der Weg ging über rutschige Felsen, durch knöcheltiefes Wasser und teilweise über kurze Leitern. Die Höhle hatte schöne Stellen mit Stalaktiten und Stalagmiten, grösseren und kleineren Räumen und einigen Gängen und Löcher. Bei einem tiefen Durchgang löschten wir alle kurz das Licht. Es war natürlich Stock finster. Kurz vor dem Ausgang passierten wir noch eine enge Passage, bevor es über eine kurze Leiter zurück ins Freie ging. Für unser Zeitgefühl war der Ausflug durch die Höhle eher kurz.

Nun erhielten wir ein feines Mittagessen. In einem Bananenblattpacket eingepackt erhielt jeder eine Portion Fried Rice und noch einige Beilagen und Fleischspiesse dazu. Anschliessend ging ein Teil unserer Gruppe zur Zipline. Wir hatte dies nicht gebucht und deshalb nun etwas Zeit für uns. Zuerst wärmte ich mich in der Sonne etwas auf, da es im Schatten, in den nassen Kleidern mit der Zeit kühl geworden war. André legte sich in eine Hängematte und ich mich auf die Plattform darunter. Vom vielen Essen und der wärmenden Sonne wurden wir etwas müde. Also machten wir, ganz den Laoten angepasst, ein Nickerchen.

Etwas benommen vom Schlafen ging es dann mit dem Kajak auf dem Fluss weiter bis nach Vang Vieng. Wir genossen das Wasser und die wunderschöne Natur durch die wir fuhren. Leider war der Ausflug dann doch schneller vorbei als uns lieb war. Wir waren etwas unterhalb des Dorfes ausgewassert und mussten nun durch das Dorf zurücklaufen. Die Autos der Tour-Organisatoren hatten keinen Platz mehr für Fahrgäste, da nun jeder Platz mit Kajaks belegt wurde.

Den Abend verbrachten wir gemütlich im Dorf. Zu einem feinen Lao Beer genossen wir die Aussicht auf den Sonnenuntergang. Wir sahen den Gleitschirmflieger mit Antrieb, den beiden Heissluft-Ballonen und den vielen Vögeln zu. Zu essen gab es an diesem Abend einen feinen Fisch in Salzkruste vom Grill und eine Wurst. Da wir irgendwie verpasst hatten die Beilagen zu bestellen machten wir uns dann halt noch auf die Suche nach einem Dessert. Wir wurden fündig und genossen feine Mango mit süssem farbigem (violett, hellgrün und weiss) Stiky-Rice.

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