Velotour durch Ayutthaya

Am Morgen war es unser Ziel das Tourist Office in der Stadt zu besuchen. Da dies etwas entfernt ist, entschieden wir uns ein Velo zu mieten und so die Stadt zu entdecken. Wir bekamen zwei, mehr oder weniger, fahrtüchtige Velos. Mein Velo hatte einen breiten Sitz, war rot und wenn man fest zog reagierten mit der Zeit sogar die Bremsen. Sie quietschten in einem grässlich hohen Ton. Zum ersten Mal war ich in einem Land mit Linksverkehr selber auf der Strasse unterwegs und nach einigen Kreiseln und Verzweigungen hatte ich mich dann auch daran gewöhnt. Für André war es kein Problem. Er war zudem wie gewohnt unser Lotse, und wie immer war es wieder amüsant wie genau die Karten im Ausland sind. Dies erklärte denn kleinen Umweg…

Im Tourismusbüro besuchten wir eine interessante Ausstellung zur Geschichte von Ayutthaya und eine Kunst-Galerie. In der Galerie waren 2 Leute am Malen und viele weitere einfach anwesend. Schon am Empfang sind 5 Leute gesessen und vertrieben die Zeit mit nichts tun. Vor dem Gebäude konnten wir dann noch einer Gruppe von Kindern und Jugendlichen beim Kampftraining mit Waffen zuschauen.

Nach einer Weile kurvten wir weiter in Richtung Elefantenkral (Elefantengehe), um uns die schönen Tiere anzuschauen. Bereits auf der Strasse kamen uns die Elefanten, welche als Ausreittiere benutzt wurden entgegen. Beim Elefantenkral war viel los und unter anderem wurde eine Show gezeigt, man konnte Elefantenreiten und die Elefanten füttern. Wir beobachteten einige Zeit die Dickhäuter, welche gefüttert wurden und ich konnte einem der Elefanten auch eine Rübe geben. Die Elefanten schienen gut gehalten zu sein und sahen gesund aus.

Das Mittagessen wollten wir im Restaurant mit den angeblich besten Nudeln der Stadt einnehmen. Nachdem wir es dann eine Strasse weiter als auf der Karte eingezeichnet gefunden hatten, genossen wir ein feines Nudelgericht mit Rindfleisch und Suppe. Cola Flachen sind hier übrigens mit 42cl gefüllt. Schon alleine das Restaurant war ein Erlebnis. Wir befanden uns unter einer halb offenen Halle. Die Küche war einfach so aufgestellt worden. Hinter dem Herd standen zwei ältere Leute (eine Oma und ein Opa) und die Jüngeren servierten. Das Restaurant war voll mit einheimischen Gästen und wenigen Touristen. Auch das mit dem Namen des Restaurants war speziell: Im Reiseführer wurde es als „Lung Lek“ bezeichnet und so ein Schild stand auf der einen Seite vor dem Restaurant. Auf der Tafel auf der anderen Seite und auf der Karte war es jedoch mit „Lung Lex“ angeschrieben. Aber egal. Wir fanden es super! 🙂 Das Essen hatte auch keine bösen, getarnte Chillis drin, wie gestern Abend – das Chilli war so dunkel gebraten, dass ich es fälschlicherweise als komische Bohne ansah und einfach drauf biss – zum Glück nur einmal, den es wurde sofort sehr scharf… Satt und glücklich radelten wir gemütlich zu unserer Unterkunft zurück.

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