Ein weiterer Tag in Vientiane

Nachdem wir lange geschlafen hatten, gingen wir gemütlich gegen halb 9 im Hotel Frühstücken. Heute fühlte ich mich gar nicht wohl. Eine mühsame Erkältung hatte mich erwischt. Deshalb entschlossen wir, den Tag gemächlich anzugehen. Nachdem wir gemütlich gepackt und ausgecheckt hatten, setzten wir uns in die Hotellobby und arbeiteten an unserem Blog weiter. Die bessere Internetverbindung ermöglichte es uns, wieder einmal Bilder hochzuladen.

Nach dem Mittag machte sich dann langsam ein Hungergefühl breit, weshalb wir uns entschieden etwas durch die Stadt zu spazieren. Wir kamen an einem Tempel vorbei, der vor der Mauer Elefantenfiguren aufgestellt hatte. Sein Name war „Wat Chanthaboury“. Kurzerhand entschieden wir uns den Tempel zu besichtigen.

Danach schlenderten wir weiter durch die Strassen. Unser Spaziergang führte uns am Wat Mixai vorbei, welcher gestern auf der Fahrradtour geschlossen war. Heute hatte wir Glück und man konnte aufs Gelände, so dass man das Gebäude und den Eingang bewundern konnte. Der Tempel selber war aber weiterhin nicht geöffnet.

Nun war es doch Zeit geworden etwas Essbares zu suchen. In einem kleinen Restaurant an der Strasse nahmen wir Platz und bestellten bei einem jungen Laoten das Essen. Er verstand kaum ein Wort Englisch, aber er war sehr freundlich. Wir bekamen eine Glocke auf den Tisch gestellt, damit wir läuten konnten, wenn wir etwas brauchen sollten. Leider war gleich nebenan eine Baustelle, wo sie nun anfingen Lärm zu machen. Nach dem feinen Essen schlenderten wir weiter durch die Strassen, auf der Suche nach einem Sandwichmacher. Da wir am Abend unsere Reise zu den 4000 Inseln starten würden, wollten wir noch etwas Proviant mitnehmen. In einer Strassenecke stand ein TukTuk-Fahrer der uns, wie jeder TukTuk-Fahrer ansprach. Er hielt ebenfalls ein laminiertes Blatt mit den beliebtesten Zielen auf. Zuerst liefen wir daran vorbei und diskutierten noch darüber, einen weiteren grösseren Tempel der Stadt zu besichtigen. Da wir aber den Reiseführer im Hotel gelassen hatten, wussten wir dessen Namen nicht mehr. Deshalb drehten wir um und schauten uns das laminierte Blatt des TukTuk Fahrer an. Wir entschieden uns zum ersten Ziel, einem grossen Tempel namens Pha That Luang zu fahren. Nach einer doch etwas längeren TukTuk-Fahrt an den Rand der Stadt, erreichten wir das grosse Gelände. Das Herzstück des Pha That Luang ist ein 45m hoher goldener Stupa. Rund herum hat es andere Tempel und schöne Gebäude. Eines der Gebäude schien eine Art Kunsthalle zu sein. Auf der einen Seite war ein kleiner Klosterkomplex, wo wir auf Mönche trafen. Um 16 Uhr fingen sie wieder einmal an zu Trommeln. Die Trommeltage sind vom Mond abhängig und so wie wir das verstanden haben, finden sie meisten einmal pro Woche statt. Nachdem wir dem mystischen Trommeln einige Zeit zugehört hatten, kehrten wir zu unserem TukTuk-Fahrer, der auf uns gewartet hatte, zurück. Die TukTuk-Fahrer haben oft im Fahrgastbereich eine Hängematte aufgehängt. Wenn sie nichts zu tun haben, besonders in der Mittagszeit, sieht man sie meistens darin schlafen. Unser Fahrer hatte aber schon nach uns Ausschau gehalten und winkte uns zu als es uns erspähte.

Die Fahrt zurück in die Stadt dauerte nun etwas länger, da sehr viel Verkehr herrschte. Wir mussten uns teilweise das T-Shirt vor die Nase halten, da es nur so nach Abgasen roch und viel Staub aufgewirbelt wurde. Nachdem wir an den gleichen Ort zurückgekehrt waren wo die TukTuk-Fahrt begonnen hatte, schlenderten wir weiter auf der Suche nach Sandwiches. Zum Glück fanden wir bald einen Stand wo uns frische, sehr grosszügig gefüllte Sandwich zubereitet wurden. Nach einem weiteren kurzen Spaziergang waren wir dann zum Glück zurück im Hotel. Ich war müde und bald würde uns der Bus abholen, welcher uns zum Sleepingbus bringen würde.

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