Roller Exkursion

Die Thailänder sind im Allgemeinen sehr freundliche Leute, aber sie wissen, wie man den Touristen das Geld abknöpft. Nicht selten werden von den Touristen, vor allem bei Transporten, Preise verlangt die bis 10x so hoch sind, wie diejenigen für die Einheimischen. Dies finde ich einfach nur frech. Damit wir etwas freier sind und genug davon hatten, uns immer übers Ohr hauen lassen zu müssen, haben wir für einen Tag einen Roller gemietet. Ein Führerausweis wurde dazu nicht verlangt. Es musste einzig der Pass als Pfand deponiert werden.

Bei der Rückkehr ins Hotel nach dem Elefanten-Morgen waren wir zuerst einfach nur müde. Natürlich waren wir auf der Busfahrt wieder einmal eingeschlafen. Wir rafften uns dann aber wieder auf und wollten noch mehr von Chiang Mai sehen. Denn bereits am nächsten Tag würden wir weiter nach Chiang Rai reisen.

Mit unserem super Roller ging es nun los, auf den Hausberg von Chiang Mai. Schon in der Stadt fielen uns andere Rollerfahrer, vor allem Touristen, auf, welche wohl vorher noch nie Roller gefahren sind. Schon in der ersten Kurve der Bergfahrt sah man das Ergebnis: Ein Roller lag im Graben neben der Strasse. Für André war die Bergfahrt aber kein Problem. Gemütlich, und so schnell wie es unser Roller und die Situation zuliessen, fuhren wir hoch.

Unser erstes Ziel waren die Gärten des Phra Tamnak Bhu Bhing (Bhubhing Palace). Falls nicht gerade Angehörige des Königshauses anwesend sind, ist das Gelände des royalen Winterpalasts für Besucher zugänglich. Wegen des kühlen Klimas ‑ auf dem Berg war es angenehm warm, aber etwas kühler als in der Stadt – sind die Gärten auf (für Thais) exotische Pflanzenarten wie Rosen spezialisiert. Der Garten war wirklich mit vielen verschiedenen Rosenarten bestückt. Gemütlich schlenderten wir über das grosse Gelände. Es gab wirklich viele schöne Pflanzen. Einzig der Palast, ist für Besucher nicht einsehbar.

Danach besuchten wir, wieder etwas weiter unten, den Wat Phra That Doi Suthep. Als einer der heiligsten Tempel des Nordens (erbaut 1383) wacht der Tempel von seinem Bergthron über die Stadt. Hinauf zum Tempel führt eine lange Treppe mit 306 Stufen. Diese zu besteigen war doch sehr anstrengend. Allerdinges gilt das erklimmen der Treppe als meditative Handlung. Im Tempel mussten wir mal wieder Barfuss umherwandern. Wir sind in der Zwischenzeit der Meinung, dass Tempel ein wahres Fusspilzparadies sind. Die Tempelanlage war aber sehr beeindruckend und schön. Alles glänzte und fast alles war golden verziert. Hinter der Tempelanlage befindet sich eine Aussichtsterrasse, wo man über die ganze Stadt Chiang Mai sehen kann. Dort verweilten wir einige Zeit und genossen den Ausblick.

Auf dem Rückweg in die Stadt, hielten wir nochmals an einem Aussichtspunkt an. Dort konnte man, wie an vielen Orten, Speisen vom Grill kaufen. Da wir an diesem Nachmittag schon eine sehr leckere Wurst (mit Lemon Gras) gegessen hatten, wollten wir nun noch eine andere probieren. Leider enttarnte sich die Wurst bei den ersten Bissen als ein Nudel-/Reis-Mix, der sehr trocken war ‑ einen kleinen Rest bekamen dann die Hunde. Ein richtig feines Abendessen fanden wir dann am nördlichen, kleineren Night Market von Chiang Mai. Nach dem Essen hatten wir noch Lust auf ein Dessert. Deshalb fuhren wir an den Ort wo wir gestern einen fahrenden Crêpes Stand gefunden hatten. Das Glück war auf unserer Seite! Der Stand war wieder da und wir assen noch feine Mango-Crêpes. Meins hatte natürlich noch Nutella drin. Mmm fein 🙂

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