Reisetag – Chiang Rai

Nachdem wir am Vortag einen Roller für 24h gemietet hatten, wollten wir dies nicht ungenützt verfallen lassen. So kam es, dass wir bereits am morgen früh unsere Rucksäcke packten, um am Mittag beim Check-Out vom Hotel keine Zeit zu verlieren.

Wie am Vortag machten wir uns mit dem Roller auf den Weg aus der Stadt heraus. Wir wollten im Doi Suthep-Pui National Park zu den Nam Tok Monthathon Wasserfällen. Gemäss unserem Reiseführer öffnet der Park um 08:00 Uhr – die Zeit wollten wir nutzen. Bei der Mautstelle, wo die Parkgebühr zu entrichten gewesen wäre, war jedoch noch nicht viel betrieb, ein einzelner Angestellter war mit dem Wischen der Strasse beschäftigt und winkte uns von weitem durch. Beim kleinen Camp im Park angekommen, stellten wir fest, dass der Park eigentlich erst um 09:00 geöffnet hätte. Aber egal, wir sind nun da, und erst noch ohne Eintritt zu bezahlen.

Durch den Park führt ein 1.6km langer Pfad, Berg auf – Berg ab, vorbei an Wasserfällen, schönen Bäumen und Sträuchern, Termitenhügeln, usw. Und all das zu den Geräuschen des Regenwaldes. Einziger Minuspunkt: Affen hatten wir keine gesehen, dafür umso mehr Moskitos.

Nach dem wunderbaren Ausflug in die Natur ging es wieder zurück in die Hektik der Stadt. Es musste nun alles Schlag auf Schlag gehen. Etwas zum Essen suchen, Gepäck holen und das Hotelzimmer abgeben, sowie den Roller zurückbringen. Nach typisch schweizerischem Zeitmanagement ging alles auf die Minute auf und wir stiegen in ein rotes Sammeltaxi zur Busstation. Der Preis für die paar Kilometer Fahrstrecke ist nach den hiesigen Verhältnissen natürlich überrissen, aber da lässt sich nichts ändern. Zum Vergleich, das Sammeltaxi kostete für uns beide in etwa gleich viel, wie der Bus für eine Person von Chiang Mai nach Chiang Rai. Für eben diesen Bus besorgten wir uns Tickets. Das läuft alles sehr unkompliziert und flexibel. Die Strecke wird tagsüber auch häufig befahren, sodass wir nicht lange auf unseren Bus warten mussten.

Die gut dreistündige Busfahrt verlief unspektakulär, durch schöne Landschaften ging es mal auf und mal ab. In Chiang Rai kamen wir schliesslich auf einem staubigen Platz an. Dies verhalf Kyra nicht gerade zu einer guten Laune, sie hängt immer noch an der letzten Stadt. Es stellte sich dann später heraus, dass sich das eigentliche Busterminal im Umbau befindet und darum einfach auf dem nächstbesten Platz ein Ersatz eingerichtet wurde. Zielstrebig machten wir uns auf den Weg zur Unterkunft, welche wir im Reiseführer ausgewählt hatten. Glücklicherweise war für uns sogar ein Zimmer frei. Das Zimmer ist sehr einfach eingerichtet – ein Bett und fertig. Eine eigener Nassraum ist ebenfalls vorhanden, jedoch wird beim Duschen die Toilette und alles nass. Aber egal, das reicht vollkommen. Es ist sogar ringsherum mit Mückengittern verkleidet.

Leicht hungrig machten wir uns auf, das Städtchen zu entdecken. Zuerst gingen wir den vielen Tour Anbietern nach, um uns für die nächsten Tage inspirieren zu lassen. Anschliessen gingen wir auf den vergleichsweise grossen Nachtmarkt, welcher eine tolle Auswahl an Kleidern, Handarbeiten, Kunsthandwerk und Allem sonst erdenklichen bietet. Nachdem wir uns im Essensbereich des Marktes verpflegt hatten, ging es zurück in Richtung Unterkunft. Im Zimmer arbeiteten wir noch ein bisschen an den Reiseberichten, als uns plötzlich ein kleiner Gecko von der Decke aus anstarrte. Nach einer kurzen Jagt durch alle Dimensionen des Zimmers, konnten wir dem Gecko den Weg in die Freiheit weisen und uns dem Land er Träume widmen.

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