So, nun hatten wir ca. 13 Stunden geschlafen und waren wieder fit um Bangkok zu entdecken. Nach einem feinen Continental Frühstück starteten wir in Richtung Skytrain. Brr… hier im Zug war es wieder kalt… Am Fluss „Mae Nam Chao Phraya“ angekommen, welcher mitten durch Bangkok fliesst, stiegen wir auf ein Touristen Boot um. Mit dem Boot ging es in den alten Teil von Bangkok, in die Region der Tempel und Regierungsgebäude. Auf dem Fluss gab es viel zu sehen, so zum Beispiel traditionelle Boote, mit einem riesigen Stabmixer als Motor, welcher erst mehrere Meter hinter dem Boot ins Wasser reichte. Die Boote waren so sehr schnell unterwegs. Im Hafen entdeckten wir auch eine Gruppe von Fischen (eine Art Welse), welche immer wieder an die Oberfläche des braunen Wasser kamen.
Wir besuchten heute die drei heiligen Tempel, die wichtigsten und bedeutendsten Tempel der Stadt Bangkok. Den „Wat Arun“, den „Wat Pho“ und den „Wat Phra Kaew“.
Der Tempel des Smaragd-Buddhas, genannt „Waht Phra Kaew“, ist eine riesige, märchenhafte Anlage, in der u.a. die ehemalige Residenz des thailändischen Monarchen, der „Grosse Palast“, untergebracht ist. Hier konnten wir die königliche Garde bei der Wachtablösung beobachten und zwischen den vielen farbig und golden glänzenden Gebäuden umherspazieren. Man durfte auch in die Tempel hinein und wir konnten so den kleinen Smaragd-Buddha auf einem riesigen goldenen Thron begutachten. Einzige Bedingungen: Kleidung die Knie und Schultern bedeckten und ausziehen der Schuhe vor dem Betreten der Tempel.
Vor dem „Grossen Palast“, welches aus einer einzigartigen Mischung aus westlicher und traditionell thailändischer Architektur gebaut ist, kamen wir dann plötzlich nicht mehr weiter. Wir hörten den Gesang von Mönchen, in einer Ecke knieten viele schwarz gekleidete Thais und plötzlich wurden auch wir angewiesen uns hin zu setzten. Nun sassen wir in der prallen Sonnen auf dem doch ziemlich heissen Boden. Und es geschah nichts mehr. Angeblich ging es um eine Zeremonie für den König. Auf dem Geländer, welches den Rasen vor dem Gebäude säumte, wurde währenddessen vom Security Mann eine grosse Eidechse vertrieben. Nach einiger Zeit durften wir dann, ohne dass etwas passierte, wieder aufstehen und weiterlaufen. Die Zeremonie lief entweder nicht so ab wie die Security annahm, oder war völlig unspektakulär, sodass wir sie verpasst hatten.
Beim „Wat Pho“ durften wir den grössten liegenden Buddha der Stadt und Thailands grösste Sammlung von Buddha-Darstellungen begutachten.
Im Verlauf des Nachmittags war es immer heisser geworden und wir waren über jeden Schattenplatz froh den wir fanden. Gegen Abend machten wir uns müde auf den nachhause Weg. Zuerst versuchten wir ein Taxi zu nehmen. Der Fahrer wollte uns jedoch nicht zu unserem Hotel fahren und das Taxometer wollte er auch nicht starten. Er hätte uns lieber irgendwohin gefahren, wo er Provision hätte einkassieren können. Also stiegen wir wieder aus und spazierten weiter. Dann entschieden wir uns ein Tuk Tuk zu nehmen. Nun rasten wir also damit quer durch die Stadt, schlängelten uns zwischen den Autos durch und bekamen den Verkehr in Bangkok live zu spüren. Eine richtig rasante Erlebnisfahrt. 🙂 Ach ja; auf den Strassen sind sehr viele Roller unterwegs, die gibt es auch als Taxis. Einmal sahen wir sogar eine Rolle auf dem 5 Personen sassen (2 Erwachsene und 3 Kinder), also quasi ein Familienroller. Wir sind trotz der gewöhnungsbedürftigen Auslegung der Verkehrsregeln heil angekommen. Es reichte uns gerade noch den Sonnenuntergang im kühlen Wasser des Infinity Pools zu geniessen. Was für eine herrliche Abkühlung nach einem Tag voller Schweiss.
