Reise nach Ayutthaya

Heute ging unsere Reise los in Richtung Norden. Unser Ziel sollte Ayutthaya, die ehemalige Hauptstadt Thailands, sein. Dort soll es einige alte Tempel zu besichtigen geben. Ein Teil Ayutthaya’s liegt auf einer Insel am Zusammenfluss dreier Flüsse: Mae Nam Chao Phraya, Mae Nam Pa Sak und Mae Nam Lop Buri, etwa 70 Kilometer nördlich der heutigen Hauptstadt Bangkok.
Wir entschieden uns mit einem Minibus dorthin zu reisen. Unser superschlauer Reiseführer enthielt die Information wohin wir dafür mussten. Dort angekommen stellten wir aber fest, dass es dieses Minibus-Terminal gar nicht mehr gab. Wir wurden dann freundlich zu einem (kalten) Bus verwiesen der uns gratis zum Busbahnhof fuhr. Dort fanden wir dann doch noch einen Minibus, der uns nach Ayutthaya brachte. Der Bus war voll mit Leuten und auch noch diversem Gepäck der Passagiere. Nach ca. einer Stunde Fahrt stiegen wir am richtigen Ort auf der Insel aus. In der Nähe fanden wir schnell eine kleine, einfach eingerichtete, gemütliche und schöne Unterkunft: das Baan Lotus Guest House. Die Unterkunft wird von einer sehr freundlichen alten Thai Frau geführt. Sie spricht ein langsames, lustiges Englisch und hat uns sofort von ihrem Besuch in der Schweiz erzählt. Auch ein Hund und eine Katze gehören zum Guest House. Das Baan Lotus war früher ein Schulhaus und ist auf einem grünen idyllischen Fleck, einem kleinen Stück Natur mitten in der Stadt eingebettet. Hinter dem Haus hat es einen grossen Teich mit zwei Pavillons auf Stelzen über dem Wasser. Die Tische und die beiden Hängematten laden zum Verweilen ein.


Den Rest des Tages verbrachten wir gemütlich beim Guest House. Am Abend, als langsam der Hunger kam, machten wir uns auf in Richtung des bekannten Night Marktes von Ayutthaya. Unterwegs bekamen wir einige Eindrücke von dieser Stadt. Am Fluss konnten wir Angler beobachten und sahen grosse Schwimminsel, welche umhergefahren wurden. Es war schon dunkel, aber Licht hatten nur die wenigsten Boote und wenn, dann nur ein sehr schwaches. Wir liefen weiter an einem kleinen Park vorbei, wo einige Thais an Fitness-Geräten trainierten. Also so eine Art Outdoor Fitness Center für jedermann.
Der Night Markt war eher klein und es wurden einige thailändische, aber auch muslimische Spezialitäten angeboten. Wir assen in einem kleinen Streetfood-Restaurant. Unser Tisch war direkt an einer Mauer, wo wir auf den Fluss schauen konnten. Beim Warten auf das Essen entdeckten wir plötzlich eine kleine Schlange die in Verteidigungsposition war und nervös wirkte. Irgendwann schlängelte sie dann davon und wir sahen kurz den Grund für ihre Nervosität – eine Ratte. Wahrscheinlich waren die beiden keine guten Freunde. Wir genossen unser Essen, auch wenn wir nicht von allen so genau wussten was es war, aber es schmeckte. Wir probierten auf dem Markt noch weitere Leckereien: Surimi-Spiesse mit einem Teig um backen (wir hatte zuerst keine Ahnung was wir wohl gleich Essen werden), einen Mango Shake und ein Dessert aus Kokos (aussen frittiert, innen flüssig und mit wenig Süssmais drin). Mmm fein!

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