Durch die Gebirgslandschaft Nordlaos’s

Nach tollen Tagen in Luang Prabang hiess es wieder einmal Abschied nehmen von einem schönen Flecken Erde. Am 01.12. sollte unsere Reise in Richtung Süden weitergehen, das Ziel der heutigen Etappe war die Kleinstadt Vang Vieng. Für die Reise dorthin, haben wir uns einen Transport mit einem Minibus gebucht. Die Stecke von etwas über 200km sollte problemlos sein, so handelt es sich doch bei der Strasse um eine der wenigen (zumindest mehrheitlich) asphaltierten Strassen in Laos.

Mehr oder weniger pünktlich wurden wir am Morgen vor unserem Hotel abgeholt. Wie immer in diesen Ländern, wird ein Fahrzeug bis auf den letzten Platz gefüllt. Unabhängig wie viel Gepäck noch dabei ist. Sobald alle Reisenden aufgegabelt waren, ging es, im doch recht komfortablen Toyota-Bus, los. Unser Fahrer, mit einem für hiesige Verhältnisse sehr defensiven Fahrstil, wich den zahlreichen Schlaglöchern in der Strasse gekonnt aus und ermöglichte uns so eine entspannte Fahrt. Der Weg führte uns durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Immer wieder ging es durch kleinste Dörfchen, steil Berg auf und Berg runter, immer mit vielen Kurven.

Unterwegs hat sich irgendwann ein kleiner Konvoi von Minibussen gebildet. Uns so kam es, als unser Fahrer unterwegs auf offener Fläche, zuoberst auf einem Pass, für einen Toiletten-Stopp anhielt, dass daraus ein kollektiver Piss-Stopp wurde. Kurze Zeit später kamen wir an einem Strassenschild «Danger road, 9km, use low gears» vorbei. Die asphaltierte Strasse wurde zu einer mir Wassergräben und Schlaglöcher durchzogenen Schotterpiste, welche zu allem Übel auch noch stark bergab ging. In einer engen Kurve sahen wir, dass das Schild definitiv nicht für nichts aufgestellt wurde: Ein grosser Sattelschlepper hing mit dem Zugfahrzeug gefährlich über den Abhang hinaus, den Anhänger irgendwie verkeilt. Da war wohl viel Glück im Spiel, dass der Fahrer nun neben dem LWK stand und die Fahrzeuge neben dem Seinen durchlotste, und nicht mitsamt dem Gefährt im Abhang verschwunden war. Ganz so alltäglich schien aber die Szene nicht zu sein – unser Fahrer hat auch sein Smartphone gezückt, um ein paar Bilder zu schiessen. Sicher schafften wir es auf wieder befestigtere Strassen. Als es gegen Mittag zu ging, hielt der Konvoi bei einer einfachen Strassenbeiz, wo wir uns fried rice with chicken gönnten. Gestärt konnten wir die restlichen paar Kilometer nach Vang Vieng in Angriff nehmen und uns nach der Ankunft direkt auf die Suche nach einer Unterkunft machen. Erstmals wurden wir bei unserer Unterkunft erster Wahl abgewiesen. Ein paar Sachen waren ausgebucht, trotzdem war es ein leichtes etwas Schönes zu finden.

Wir richteten uns kurz im Hotelzimmer ein und machten uns dann sofort auf das Städtchen zu entdecken. Vang Vieng ist sehr schön gelegen. Rundherum sind eindrückliche Karststeingipfel und Reisfelder entlang des Nam-Song Flusses. Die Stadt ist bekannt als Paradies für Outdoor-Aktivitäten, entsprechend wimmelt es nur so von Tour Anbietern. Bald einmal suchten wir uns jedoch ein hübsches Restaurant. Nachtmärkte, wie den in Luang Prabang, gibt es hier leider nicht. Dafür findet man an jeder Ecke jemanden der frische Fruchtshakes, Sandwiches oder Pancakes anbietet.

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