Tempeltour durch Chiang Mai

Am Morgen des 22.11., nach unserer Ankunft in Chiang Mai, richteten wir uns erst mal gemütlich im Zimmer ein, informierten uns darüber was wir hier alles machen können und sortierten noch Fotos vom letzten Tag. Auch eine Dusche hatten wir bitter nötig, da wir nach dem gestrigen sehr warmen Tag nicht mehr duschen konnten. Danach fühlte ich mich wieder richtig gut 🙂 Kurz nach dem Mittag gingen wir dann los um die Stadt zu erkunden und etwas Essbares zu suchen. Ausserdem waren wir beide sehr müde und sonst wohl im Zimmer eingeschlafen. Wir liefen los durch die Strässchen und entdecken sofort einige Tempel. Die Tempel hier in Chiang Mai sind alle wunderschön verziert. Es glitzerte überall. Es hat kleinere und grössere Tempelgelände und  Tempel. Wir besuchten den Wat Panping, Wat Umongmahatherachan, Wat Phan Tao, Wat Chedi Luang und den Wat Phra Singh. Die ersten drei Tempel waren nur kleine Tempel, die beiden anderen grössere und damit bei den Touristen beliebte Tempel. Im Wat Panping war ein Mönch gerade auf einem Baum und hackte Äste ab. Wie sich später herausstellte fällte er den ganzen Baum – einfach schön Schritt für Schritt und oben nach unten. Im Chedi Luang gab es einen kleinen Tempel, der nur von Männern betreten werden darf. Der zum Tempel gehörende Chedi ist nur noch teilweise vorhanden. Er konnte bis an hin auch nicht mehr ganz restauriert werden, da niemand mehr so genau weiss, wie er einmal ausgesehen hat. Vor allem in den grossen Tempelanlagen waren sehr viele Mönchen anzutreffen. Im Umgang mit Mönchen gibt es für Frauen spezielle Regeln: Sie dürfen Mönche und ihre Besitztümer nicht berühren oder ihnen direkt etwas reichen. In den beiden Haupttempeln der grösseren Anlagen durften wir den Mönchen beim Gebet zusehen. Wir setzten uns auf den Boden und genossen den besonderen Moment. Alle Mönche sassen vorne (die Füsse nach hinten gerichtet oder im Schneidersitz, da die Fusssohlen nie direkt auf Buddha zeigen dürfen) und sangen Gebete. Am Ende sassen sie still da. Es hatte auch viele junge Mönche, Kinder, dabei. Manche von ihnen hatten noch Mühe still zu sitzen und teilweise nur Unfug im Kopf. Einer der kleinen Mönche zog dem vor ihm dauernd an der Kleidung, sodass er diese wieder richten musste. Ihre Gewänder hatten von Braun bis Orange alle Farbtöne. Einmal kamen zwei ältere Mönche in weinroten Gewänder kurz vorbei, begutachteten das Geschehen und gingen anschliessen wieder. Sie waren wohl bereits in einer höheren Funktion. Wir sahen auch Figuren von vier Mönchen, die wohl sehr wichtig waren und einen eigenen kleinen Tempel erhalten hatten. Wir sahen an diesem Tag sehr viele faszinierende Tempel und konnten das Treiben darum herum beobachten. Nachdem es langsam dunkel wurde beendeten wir unsere Tempeltour. Wir hatten auch langsam müde Füsse, da wir viel gelaufen waren, und für heute genug „Wätlis“ (wie wir die Tempel inzwischen liebevoll nennen) gesehen.

Wat Panping

Wat Umongmahatherachan

Wat Phan Tao

Wat Chedi Luang

Wat Phra Singh

Zum Abendessen begaben wir uns an einen der Nachtmärkte von Chiang Mai. Da wir am Mittag eher spät in einem kleinen Restaurant gegessen hatten war der Hunger noch nicht so gross. Am Nachtmarkt angekommen gab es sehr viele Stände mit Street Food. Von Curry, über Nudeln, Fruchtsäfte bis zu Süssem konnte man alles haben. Wir versuchten heute unter anderem mal frittiertes Poulet, Krevetten und Fisch. Das war für mich eine leichte Herausforderung. Im knusprigen Teig war ein ganzer kleiner Fisch und eine ganze Krevette (mit Schale, Beinen und hoffentlich ohne Kopf…das wollte ich dann nicht mehr so genau wissen). Es war lecker, aber eben auch etwas komisch das so zu Essen. Das Poulet war super. André unterhielt sich in der Zwischenzeit mit einem Kanadier, der am selben Tisch wie wir sass und alleine reiste, – wie könnte es anders sein ‑ über Eishockey.

Nachdem wir gemütlich nach Hause gelaufen waren schliefen wir zufrieden mit vielen schönen Eindrücken der Stadt ein. Chiang Mai ist eine sehr schöne, kleine Stadt mit Tempeln an fast jeder Strassenecke. Das Wetter hier ist noch immer sehr warm aber viel weniger feucht als noch in Ayutthaya. Bis jetzt mein liebster Ort in Thailand!

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